Alle Artikel in: Allgemein

Antisemitismus im Kontext von Israel und Nahostkonflikt

Workshops zu pädagogischen Herausforderungen und Möglichkeiten nach dem 7. Oktober 2023 – für Ausbilder*innen, Lehrkräfte von Berufsschulen sowie in der beruflichen Bildung tätige pädagogische Fachkräfte

In Kooperation mit ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch lädt das Deutsch-Israelische Programm zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung am 3. und 9. September 2026 jeweils von 10 bis 16 Uhr zu Workshops der Reihe „WE ARE CONNECTED“ nach Magdeburg und Münster (hier auch in ein Kooperation mit der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Münster) ein. Am 29. September 2026 findet der Workshop in Frankfurt am Main von 12 bis 17 Uhr statt.

Mehr lesen

Wie umgehen mit „viralem Antisemitismus“?

Gastvortrag und Austausch im Netzwerk „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus.“

„Ich heiße Rosa, ich mag meinen Hundi, Essen mit viel Knoblauch und ich mach gern Dead Jokes. Ich bin Jüdin und ich leb in Deutschland. Und nein, das heißt nicht, dass ich nur an die Shoah denke, orthodox bin oder ‚jüdisch‘ spreche. Und ich erlebe ständig Antisemitismus.“ So beginnt eines der Content-Videos, welche im Projekt „Shift & Tell“ der Amadeu Antonio Stiftung produziert wurden, um auf TikTok und Co. über Antisemitismus aufzuklären und Handlungsmöglichkeiten im Umgang damit aufzuzeigen.

Im Rahmen eines Netzwerkangebots von „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus.“ war Theresa Lehmann, die Projektleiterin von Shift & Tell online zu Gast bei ConAct. In ihrem Vortrag erklärte sie, wie sich antisemitische Bilder und Erzählungen heutzutage in den Sozialen Medien verbreiten. Besonderes Augenmerk galt der Plattform TikTok: Zum einen den Mechanismen, die dort die Verbreitung von Antisemitismus begünstigen und deren beschleunigten Dynamiken insbesondere nach dem 7. Oktober 2023.

Soziale Medien sind eine der wichtigsten Informationsquellen junger Menschen. Daher ist die Auseinandersetzung mit den Diskursen, die in ihnen stattfinden, unerlässlich für all jene, die mit Jugendlichen arbeiten. Das heißt, eine klare Empfehlung war, durch Monitoring Trends auf TikTok und Co. zu verfolgen. Das ermöglicht es, die oftmals entkontextualisierten und vereinfachten Darstellungen – zum Beispiel im Hinblick auf den 7. Oktober und seine Folgen – im analogen pädagogischen Raum zum Gesprächsanlass zu nehmen, zu kontextualisieren und zu differenzieren. Vorgestellt wurde auch das medienpädagogische Actionkit demo-create, eine Sammlung interaktiver Methoden, um für Medienkonsum, Falschmeldungen und Hassrede auf TikTok zu sensibilisieren.

22 Fachkräfte der Jugend- und Bildungsarbeit tauschten sich mit der Referentin auch über eigene Herausforderungen und Erfahrungen mit Antisemitismus in den Sozialen Medien aus. Sie erhielten zahlreiche Tipps und methodische Anregungen zum Umgang mit viralem Antisemitismus. Weitere Veranstaltungen der Reihe „Digitale Angebote im Netzwerk ‚Sichtbar Handeln!‘“ folgen im Herbst 2026. Sie beschäftigen sich vertiefend mit Antisemitismus und richten sich an aktuelle sowie ehemalige Teilnehmende des ConAct-Projekts.


Antisemitismus im Kontext von Israel und Nahostkonflikt begegnen

ConAct stärkt Fachkräfte der Jugendhilfe im Umgang mit Antisemitismus in Weimar, Dresden und Kassel

Für das Jahr 2025 registrierte der Bundesverband von RIAS – Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus knapp 24 antisemitische Vorfälle pro Tag. Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg sind die Fallzahlen damit um ein Vielfaches gestiegen. Diese Entwicklung ist auch in der Jugend- und Bildungsarbeit und im Jugendaustausch spürbar: Antisemitismus und Unversöhnlichkeit im Sprechen über den sogenannten Nahostkonflikt stellen große Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit dar. Das Projekt „Sichtbar Handeln! Gegen Antisemitismus.“ bot Fachkräften der Jugend- und Bildungsarbeit bei Fortbildungen in Weimar, Dresden und Kassel im Mai und Juni 2026 Räume für Austausch, Handlungstrainings und neue Methoden.

Mehr lesen

Stellenausschreibungen bei ConAct

Deutsch-Israelischer Jugendaustausch 2026 – Ausweitung der Arbeit im Prozess der Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks

Für das Jahr 2026 sucht ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch weitere Mitarbeitende für die Verwaltung im Prozess der Errichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks. Bitte machen Sie gerne interessierte Personen auf die aktuellen Stellenausschreibungen aufmerksam.